Neuland

Auch wenn ich mit klaren Vorstellungen in das Diogenes Projekt gestartet bin, sind doch das Ungewisse, das Entdecken und Lernen und ein offener Ausgang des Experimentes ganz grundlegend. Es ist ein Prozess, dem man sich anvertrauen muss und der deshalb immer auch ein kleines Wagnis ist.
So muss ich vieles Lernen und stehe immer neu vor Aufgaben, die sich mir so bisher nicht gestellt haben. Das betrifft besonders alle technischen Bereiche dieses Blogs. Die regelmäßigen Leser werden feststellen, dass er sich ganz langsam wandelt und ich immer wieder neue Ideen ausprobiere oder versuche andere Funktionen zu integrieren. Das ist sehr spannend und lehrreich. Aber weil ich kein Informatiker bin, dauert das mitunter ein wenig und manchmal klappt es auch nicht, wie ich es mir wünsche. Zum Beispiel bin ich noch nicht in der Lage pdfs ohne Qualitätsverlust in andere Formate zu konvertieren, in denen ich dann Texte und Bilder getrennt weiterverarbeiten kann.
Auch der Alltag an der Hochschule OWL ist anders als ich ihn aus der Universität Bielefeld gewohnt bin. Die Hochschule ist wesentlich kleiner und es ist hier durchaus üblich die Nächte durchzuarbeiten. Dann wird ein kleines Asta-Café geöffnet und es entfaltet sich mit dem Duft von Kaffee eine eigentümliche, sehr angenehme Atmosphäre. Die Universität hingegen hat auf den ersten Blick den Charme eines Verschiebebahnhofs für Schlachtrinder. Hier kommt man deshalb auch nicht so schnell auf die Idee über Nacht weiterzuarbeiten. Ganz anders als in Detmold. (Ich will gerne dennoch eine Lanze für Bielefeld brechen. Die Uni hat ihre Vorzüge: Die Bibliothek ist unnerreicht, die Buchhandlung in der Halle ist phantastisch und im Restaurant am Ort, im Anavarza, kann man wirklich sehr schöne Abende verbringen. Aber das kann nicht über die grundlegende Atmosphäre dieser Lernfabrik hinwegtäuschen, die bei der übrigens baugleichen Uni Bochum möglicher Weise das ihrige zur bedrückend hohen Selbstmordrate beiträgt. Solche Dinge hat Bodo Wartke ja bereits erschöpfend kommentiert.)
Die Fachhochschule ist also voll mit konzentriert arbeitenden Studenten und summt förmlich vor Kreativität. Das betrifft auch die achtzehn Studentinnen und Studenten, die Ende letzten, Anfang diesen Jahres im Lehrbereich von Prof.Filter den Bauwagen entworfen und gebaut haben. Schon dieser Prozess war eine großartige Erfahrung und jeder einzelne Entwurf ist es Wert in diesem Blog vorgestellt zu werden. Mir liegen auch alle Entwürfe vor. Leider handelt es sich dabei um pdfs, die ich in dieser Form nicht im Blog verwenden kann. Auf der anderen Seite ,möchte ich die Studenten in der Prüfungsphase nicht mit der Bitte um Text und Bilddateien behelligen, denn jetzt sind ganz andere Sachen wichtig.
In Kürze ist die Prüfungsphase abgeschlossen und dann bekomme ich sicher die Dateien, die ich brauche, um die wirklich großartigen Entwürfe aus diesem Masterprojekt angemessen darzustellen.
Wer bereits vorher mehr wissen möchte, ist jederzeit eingeladen mich zu besuchen. Eine kurze Terminabsprache ist sinnvoll, da ich gelegentlich auch außer Haus arbeite. Für alle Interessierten halte ich außerdem am Donnerstag den 11.07. um 20 Uhr im Cup in der Exterstraße/ Detmold einen Vortrag über das Projekt(siehe Rechts).

One Response to Neuland

  1. Hallo Herr Stemmer,
    ich habe gestern ihren Beitrag im Philosophischen Radio WDR5 gehört.
    Ich finde die Idee sehr gut und spannend welche Erfahrungen Sie bereits gemacht haben.
    Die Frage was ist mir wichtig und bedeutend für mein Leben, bewegt mich sehr und obwohl ich einer fair bezahlten Tätigkeit nach einem Studium nachgehe, stellt sich die Sinnfrage.
    Nicht was ist der Sinn des Lebens, sondern möchte ich so weiter machen?
    Ich würde Sie gerne einmal besuchen um mir vor Ort ein Bild machen zu können.
    Ich würde den Oktober vorziehen, da der Monat September bereits, wenn auch mit schönen Ereignissen, verplant ist.
    Mir käme am besten ein Freitag oder Samstag aus.
    Viele Grüße nach Detmold und eine gute Zeit.
    p. S. ich habe meinen richtigen Namen nicht genannt, da ich tatsächlich keinem Medium traue. So mit habe ich zunächst eine Email mit einem Phantasienamen gewählt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *