So ruhig der Abend.

Es ist erstaunlich wie angenehm die Nächte im Bauwagen sind. Es tropft ein bisschen Regen aufs Dach oder in den nahen Birken geht ein warmer Wind durch das Laub. Eine kleine Wohnung bedeutet auch wenig Haushalt und irgendwann ist auch die Arbeit für den Tag getan. Dann kann ich noch ein wenig auf der Gitarre spielen oder lesen. Das Leben ist irgendwie viel dichter und fließt ruhiger dahin.
Auch meine Tochter hat mittlerweile zwei Mal bei mir übernachtet. Es war dem Anschein nach etwas ganz Besonderes. Doch obwohl sie ganz gefangen von diesem kleinen Häuschen war, war sie nicht etwa völlig aufgekrazt. Die Ruhe schien sich auf sie zu übertragen. Sie konnte lange sehr zufrieden aus dem Fenster schauen oder die Einzelheiten im Wagen untersuchen. Später habe ich ihr vorgelesen und sie schlief dann ganz bald ein. Und das, obwohl es doch noch recht hell war und ich neben ihr noch etwas gearbeitet habe.
Der erste ganz eindeutige Effekt, den diese Wohnung auf mich nach einer Woche hat, ist eine große Gelassenheit.
Aber die Liste von Dingen, die ich mir wohl noch beschaffen muss, wird langsam konkreter.

One Response to So ruhig der Abend.

  1. beim Lesen dieser Zeilen spüre ich eine innere Ruhe, die wirklich aus dem Text in mich zu fliessen scheint. Erinnert mich stark an das Lesen von ‚Walden‘.
    Vermutlich ließe sich daß, was Viele im Urlaub suchen, in einem Bauwagen ‚um die Ecke‘ finden 🙂

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