Neuland

Auch wenn ich mit klaren Vorstellungen in das Diogenes Projekt gestartet bin, sind doch das Ungewisse, das Entdecken und Lernen und ein offener Ausgang des Experimentes ganz grundlegend. Es ist ein Prozess, dem man sich anvertrauen muss und der deshalb immer auch ein kleines Wagnis ist. Continue reading

hospes – der Gastfreund …

… ich erinnere mich gut an die Lateinstunde, in der ich dieses Wort zum ersten Mal hörte. Unser Lehrer Almstet – von den Schülern wegen der ihm eigenen Autorität liebvoll ‚Django’ genannt- erläutete das Konzept, das hinter diesem Begriff steckt. Ein Gastfreund war ein Bekannter, bei dem man übernachten konnte, wenn man sich auf Reisen in seiner Stadt aufhielt. Das sparte Geld und erlaubte einen direkten Zugang zu den Bewohnern der fremden Stadt, was das Reisen sehr angenehm machte. Continue reading

Eine Eule war da…

…und zwar während ich unterwegs war. Die Posteule um genau zu sein. Zumindest kommt es mir so vor. Einfach, weil sich mein Bauwagen auf dem Campus der Hochschule gelegentlich nach Hagrids Hütte anfühlt. Vor allem aber wegen der lustigen Adresse. Continue reading

Das Diogenes-Programm

„Ein Sklave dient seinem Herren, ein Nichtsnutz seinen Begierden“ … diesen Ausspruch schreibt man Diogenes von Sinope zu. Dem Philosophen nach dem das Bauwagenprojekt benannt ist.
Gestern Abend fand die dritte Veranstaltung des Diogenes-Programms statt, dass ich begleitend für alle Interessierten anbiete. Continue reading

Fröhlich durch den Regen

Was ich im Bauwagen noch nicht habe, ist ein Regenschirm. Als ich heute Morgen zur Arbeit aufbrach, konnte ich deshalb keinen mitnehmen. Gegen Mittag war ich in Essen mit meinem Seminar fertig und gerade als ich zum Bahnhof aufbrechen wollte, setzte ein Gewitter ein, als ob es kein Morgen gebe. Ich hatte nicht die Wahl zu warten und lief durch das Wetter zur Haltestelle. Continue reading

… ein Unwillen zum Haben

Es mag überraschend sein – ich jedenfalls bin überrascht – aber es stellt sich bei mir ein großer Widerwille ein, den Dingen im Bauwagen irgendetwas hinzuzufügen. Es ist tatsächlich so: Die Dinge die wir besitzen, besitzen im Grunde auch uns. Sie fordern unsere Aufmerksamkeit. Sie wollen genutzt, gepflegt und angemessen aufbewahrt werden. So beanspruchen Sie unsere Zeit und unsere Energie. Continue reading

So ruhig der Abend.

Es ist erstaunlich wie angenehm die Nächte im Bauwagen sind. Es tropft ein bisschen Regen aufs Dach oder in den nahen Birken geht ein warmer Wind durch das Laub. Eine kleine Wohnung bedeutet auch wenig Haushalt und irgendwann ist auch die Arbeit für den Tag getan. Dann kann ich noch ein wenig auf der Gitarre spielen oder lesen. Das Leben ist irgendwie viel dichter und fließt ruhiger dahin. Continue reading

Eröffnung mit Sekt und Kräuterbutter

Nach dem Studiotermin beim WDR gab es bei dem Bauwagen eine offizielle Schlüsselübergabe und eine Vernisage der Masterprojekte, d.h. eine Vorstellung aller 18 Entwürfe mit Modellen und Dokumentationen.

Außerdem fand auch der erste Termin des Begleitprogramms statt. Ich stellte in einem kurzen Vortrag die Ideen von Erich Fromm vor, der die Ansicht vertrat, dass wir von einer Lebensweise, die vor allem auf das „Haben“ aufgebaut ist, zu einer Lebensweise, die das „Sein“ zur Grundlage hat, wechseln müssten. Continue reading

… und an dem danach.

Ein Pressetermin ist doch eine spannende Angelegenheit. Film- und Fototermine gehen einher mit allen möglichen Einstellungen, die wegen Licht oder Dingen, die unbemerkt im Bild stehen, häufig wiederholt werden. Teilweise hält man dann stundenlang irgendwelche Wasserkannen oder gusseiserne Bratpfannen in die Höhe oder von sich weg, bis man einen Tennisellenbogen bekommt. Oder man muss sich so in die gewünschte Perspektive reinverdrehen, dass in der nächsten Jogastunde die „Heuschrecke“ allenfalls ein müdes Lächeln hervorruft. Continue reading

Am Tag zuvor

9.Juni 2013. Nun ist es soweit … nach langer Vorbereitung, nach Planungstreffen, zahlreichen Entwürfen der Masterstudenten, Auswahl und Umsetzung wird morgen das Wohnprojekt starten. Durch den strengen und langanhaltenden Winter konnte der Bauwagen erst sehr viel später als geplant fertiggestellt werden. Continue reading